RHODOS AUF EIGENE FAUST

Die Insel Rhodos mit einem Auto oder einem Motorroller zu erkunden macht Spaß. Die Straßenverhältnisse sind mittlerweile als "gut" zu bezeichnen. Es gibt nur noch sehr wenige schlechtere Streckenabschnitte und Schotterstraßen im Inselinneren. Die beiden Hauptverkehrsstraßen an der Ost- und Westküste sind sehr gut ausgebaut. 
Mit einer Tour "auf eigene Faust" sind Sie im Vergleich zu einer organisierten Bustour wesentlich unabhängiger. Man kann dort anhalten, wo es gefällt und eventuell auch mal etwas länger verweilen, ohne dass man auf die Uhr schauen muss, damit man nicht die abgemachte "Treffpunkt-Zeit" bei der Bustour verpasst. Entscheidet man sich für ein Leihfahrzeug, kann man bereits zuhause im Reiseführer die Ziele und Sehenswürdigkeiten aussuchen, die man gerne ansehen möchte und sich eine eigene Tour auf Rhodos zusammenstellen - das steigert auch schon die Urlaubsvorfreude.

Autovermieter gibt es auf Rhodos in großer Zahl. Überzeugen Sie sich aber vorher über den Zustand der Fahrzeuge (es muss aber nicht unbedingt eine der weltweit agierenden Firmen sein - denn die sind wirklich meist teurer). Mittlerweile sind die Fahrzeuge der rhodischen Vermieter fast immer in einem sehr guten Zustand und meist auch recht neu, da Neufahrzeuge in Griechenland meist schon unter den Preisen in Deutschland zu haben sind (das war früher noch ganz anders, als schon kleine Neuwagen  Luxusartikel waren). 
Mit gutem Gewissen können wir die Autovermietungen "J&D Rent-A-Car" in Faliraki (über 75 Fahrzeuge vom Kleinwagen über Cabrios und Jeeps bis zum Minibus) und "Kalithea Star Rent-A-Car" in Kalithea (ca. 20 Autos verschiedener Hersteller und Größen) empfehlen.
 

 

Die Benzinpreise liegen in Griechenland derzeit noch deutlich unter dem Preisniveau in Deutschland.

Wie schon erwähnt, sind die Straßenverhältnisse mittlerweile mit einigen wenigen Ausnahmen gut. Wer also nicht unbedingt in die abgelegensten Ecken will, kommt mit einem "normalen" Mietwagen überall hin. Ein Jeep ist daher nicht erforderlich, es sei denn, man möchte einen Jeep fahren, weil man daran Spaß hat. Die Preise für einen Jeep sind aber wesentlich höher im Vergleich zu einem Klein- oder Mittelklassewagen.

Noch ein Hinweis: In Rhodos-Stadt gibt es mittlerweile nur noch sehr wenige gebührenfreie Parkplätze. Die meisten Parkplätze sind blau umrandet und sind gebührenpflichtig. In der Nähe dieser Parkplätze stehen Parkautomaten. Auf gelb umrandeten Parkplätzen darf man sein Fahrzeug nicht abstellen (es handelt sich um Parkplätze für Anwohner). Weiß umrandete Parkplätze sind gebührenfrei, aber sehr dünn gesät und heiß begehrt.
In Rhodos-Stadt sind die Verkehrsverhältnisse für Ortsunkundige häufig chaotisch: viele Einbahnstraßen und dichter Verkehr machen es für Urlauber nicht immer einfach. Wer also etwas unsicher ist, sollte Rhodos-Stadt ggfs. mit dem Mietauto meiden.

In Griechenland herrschen ähnliche Straßenverkehrsvorschriften wie bei uns in Deutschland: z.B. Anschnallpflicht und Telefonierverbot mit dem Handy für den Fahrer ohne Freisprecheinrichtung. Die Alkoholgrenze liegt bei 0,5 Promille. Für Auto-Fahranfänger (Führerschein noch keine zwei Jahre) und generell motorisierte Zweiradfahrer gelten 0,2 Promille!
Halten Sie sich an die Verkehrsregeln, da Vergehen teilweise sehr teuer sind - das Geld kann man im Urlaub mit Sicherheit sinnvoller ausgeben.
Motorroller sind bei Urlaubern sehr beliebt, entsprechend groß ist die Auswahl. In jedem Touristenzentrum gibt es mehrere Motorrad- und Motorrollerverleiher. Die Qualität ist aber sehr unterschiedlich - man sollte sich die Maschinen vor der Unterschrift auf dem Mietvertrag genau ansehen und eventuell auch mal einen "Bremsen-Test" machen.
Mit einem normalen Autoführerschein kann man nur noch Maschinen bis 80 ccm mieten (mit dem "alten" grauen Auto-Führerschein soll es jedoch noch möglich sein,  Roller bis 125 ccm zu mieten).
Mit einem Motorroller kann man bequem alle Ziele auf der Insel erreichen. Bei nasser Straße (die Teerstraßen sind dann sehr "schmierig") und auf Schotterstraßen sollte jedoch äußerste Vorsicht geboten sein. 
In Griechenland besteht Helmpflicht. Die Vermieter, sofern sie denn seriös sind, haben daher auch Helme für die Mieter. Wegen des meist schönen Wetters sieht man aber viele Motorrad- und Motorrollerfahrer ohne Helm fahren, was ein teures "Vergnügen" werden kann. 
Achtung: die Alkoholgrenze liegt für motorisierte Zweiradfahrer bei 0,2 Promille und nicht bei 0,5 Promille!
 
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